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Der Gleason Grad ist ein Maß für die Aggressivität des Prostatakrebs und wird mikroskopisch an der Stanzbiopsie oder an der entfernten Prostata ermittelt.
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Der Gleason Grad ist kein Laborwert. Die Festlegung des Gleason Grades ist abhängig von der persönlichen Erfahrung des untersuchenden Pathologen und seiner Expertise. Im internationalen Vergleich wird der Gleason Grad nur in 36% bis 78% der Fälle einheitlich bewertet.
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Eine falsche Einschätzung des Gleason Grades führt zur falschen Therapieentscheidung. Oftmals wird der Gleason Grad zu niedrig eingeschätzt. Die Konsequenz ist eine unzureichende Therapie mit der Gefahr von Rezidiven. Wird der Gleason Grad dagegen zu hoch angesetzt, erhält der Patient eine zu aggressive Therapie und muss unnötige Nebenwirkungen in Kauf nehmen.
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Nachgewiesenermaßen wird die Verlässlichkeit des Gleason Grades durch eine Zweitmeinung (second opinion) von international renommierten Prostatapathologen deutlich erhöht. Die Einholung einer Zweitmeinung kann die Erstdiagnose revidieren und zur richtigen Therapiefindung führen.
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